Die Digitalisierung der Modeindustrie: Personalisierung als Erfolgsschlüssel
Obwohl man auf den ersten Blick nicht direkt an Mode denkt, ist auch die Modeindustrie von der Digitalisierung betroffen und durchläufig einen bedeutenden Wandel. Ein Teil davon ist, dass Personalisierung für Verbraucher so wichtig geworden ist. Durch Datenanalysen, künstliche Intelligenz und innovative Plattformen ist es möglich, Outfits direkt an individuelle Vorlieben, Körperformen und Lebensstile anzupassen. Was dieser Wandel bewirkt, ist beeindruckend!

Personalisierung als Kaufentscheidung
Der Verbraucher von heute erwartet Mode, mit der er sich nicht ärgern muss. Sie soll passen und genau auf den Geschmack des Trägers zugeschnitten sein. Ein persönlicher Shoppingbegleiter oder auch Personal Shopper ist für Konsumenten ein Pluspunkt, der die Bereitschaft zum Kauf deutlich anheben kann. Obwohl er durch die Digitalisierung erst so richtig zum Fixpunkt geworden ist, gibt es ihn eigentlich schon länger, wie die Infografik von Lookiero über die Geschichte des Personal Shoppers verrät.
Was kann ein Personal Shopper für Kunden tun?
Das Personal-Shopper-Profil fasst Stilpräferenzen, Maße, Farbkonzepte und Lebensumstände des Kunden zusammen. Damit dient es als Grundlage für maßgeschneiderte Empfehlungen. Die Erstellung erfolgt durch detaillierte Fragebögen. Algorithmen wie KI oder echte Modeexperten verwenden die Daten und schlagen basierend auf den Ergebnissen Outfits vor. Für maximale Vielfalt reicht das Angebot von Größen XS bis 4XL, um eine breite Zielgruppe abzudecken.
Bei solchen Diensten füllen Nutzer ihre Profile aus, inklusive ihrer Social-Media-Links und Fotos. Eine dezidierte Shopperin wählt dann aus verschiedenen Marken fünf Kleidungsstücke, die nach Hause geliefert werden. Kunden probieren an, senden zurück und finden so ihr Outfit, das ihnen auf den Leib geschneidert wurde.
Wie sich Personal Shopper durch die Digitalisierung verändert haben
Traditionell agierten Personal Shopper vor Ort und begleiteten die Menschen durch den Einkauf. Mit der Digitalisierung sind sie online gekommen. Früher exklusiv für die Eliten, werden sie nun durch Apps und Chat-Funktionen skalierbar und für die Otto-Normal-Verbraucherin nutzbar.
Solche Personal Shopper kombinieren menschliche Expertise mit KI, die Kaufdaten analysiert, um intuitive Beratung anzubieten. Mittlerweile laufen bereits rund 70 Prozent des Traffics übers Handy ab.
KI übernimmt in vielen Bereichen zunehmend eine Rolle als virtueller Assistent. Sie automatisiert Käufe, gibt Stylingtipps und integriert Schrankbestände in Empfehlungen. Mit mobilen Endgeräten lassen sich Produkte scannen und Einkäufe in Echtzeit optimieren. Solche Hybriden Modelle verbinden High-Tech mit High-Touch für ein ultrapersonalisiertes Erlebnis.
Auch Fachmedien für Mode wie Vogue müssen und können hiervon profitieren. So wäre es denkbar, dass Personal Shopping künftig über solche Digitalmagazin möglich ist und dass dort vorgestellte Outfits in Echtzeit mit dem Personal Shopper geprüft werden können.
Der eigene Look durch persönliche Beratung
Die Kopie, von der Kopie, von der Kopie in immer gleichen Outfits gehört immer mehr zur Vergangenheit und ein Stück Luxus wird zur Normalität. Die persönliche Beratung hilft Menschen dabei, ihren eigenen Stil zu entwickeln und sich angepasster auf ihre individuellen Vorzüge zu kleiden. Was bei Person A gut aussieht, kann zu Person B überhaupt nicht passen. Genau hier wird Personal Shopping zum Gamechanger und kann damit sogar eine Überproduktion verhindern. Denn wer immer die passenden Kleidungsstücke trägt, bleibt länger glücklich und tauscht weniger häufig aus.
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